28. Juli 2010
…denn nun verletzt? Langen! Knapp vier Monate wird er dem FC Hansa Rostock voraussichtlich nicht zur Verfügung stehen. Zugegeben, Hansas Dexter Langen wurde letzte Saison von mir persönlich zu einem der Sündenböcke gemacht. Vielleicht nicht, weil er bei jedem Spiel der schlechteste war, aber weil ich bei ihm in der gesamten Hansazeit immer wieder diese Schwankungen anschauen musste, die mir so viel unendliches Leid bescherten. Er ist ja auch keine 20 Jahre mehr, wo man Konstanz auf die Entwicklung abschieben kann. Vielmehr hatte ich bei Langen das Gefühl – dass die Nichtkonstanz sich doch als verlässliche Beständigkeit eingeschlichen hat.
Da ist es natürlich umso erfreulicher, dass er im Auftaktspiel gegen den VfR Aalen eine sehr gute Leistung zeigte und am 3:0 einen nicht zu leugnenden Anteil hatte. Dafür ist es wiederum ärgerlicher, dass er sich gerade jetzt verletzt – und dann auch noch mit einem Anriss von irgendwas. Wir sind ja keine Ärzte, können aber dennoch diagnostizieren, dass er der Hansakogge fehlen wird. Zumal der Kader diese Saison auch nur sehr knapp bemessen ist. Also dass ich das noch einmal sagen würde, dass Dexters Fehlen schmerzt – unglaublich – also wünschen wir an dieser Stelle gute Besserung. Ein Sieg gegen RW Erfurt kommenden Sonntag kann ja vielleicht Wunder wirken.
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Schlagworte: Dexter Langen, FC Hansa Rostock, RW Erfurt, Verletzung, VfR Aalen
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27. Juli 2010
Manchmal stolpert man beim Zappen in Dokumentationen hinein, die einen irgendwie festhalten – losreißen aus dem was man gerade tut. Der Dokumentarfilm François Kohlers „Lieber Herr Papa“ war einer dieser. Es wurden fünf junge Männer im Alter von 16-21 Jahren gezeigt, welche ohne Vater aufgewachsen sind. Die mit einer Handkamera geführte Reportage liess einen dabei an die Gefühle, Gedanken und Visionen der Portraitierten ziemlich nah ran – auch Klischees wurden weitestgehend vermieden – zumindest sind sie mir, wenn denn welche vorhanden waren, nicht sonderlich aufgefallen.
Aufgefallen ist mir hingegen wieder einmal, dass ich den algerischen Look ziemlich mag: schwarze Haare, braune Augen, schmales Gesicht. Einer der Darsteller war einer diesen Schlags und erinnerte mich ein wenig an einen Rostocker, den ich mal im JAZ kennenlernte und einen ziemlichen verrückten Abend erlebte – im positiven Sinne natürlich. Auch dieser hatte irgendwie die gleichen Probleme wie die Darsteller im Film – er besaß von sich irgendwie keine eigene Identität bzw. hatte seinen Platz innerhalb des verwirrenden Mechanismus´ Gesellschaft noch nicht gefunden. Diese Identitätsfindung schloss der Film bei den Protagonisten mit dem Klären der familiären Verhältnisse ab – wenn auch nicht bei allen von Erfolg gekrönt. Jedoch wird ziemlich intensiv aufgezeigt, inwieweit Identitätsfindung und Vater-Sohn-Beziehungen zusammenwirken. Eine wirklich gelungene Reportage auf Arte. Aufmucken? (also kommentieren…^^)
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Schlagworte: Arte, Francois Kohler, Lieber Herr Papa
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26. Juli 2010
Wie ich heute dem Nordkurier vernehmen konnte [Link], wird das Sicherheitskonzept der vom 5. bis 8. August statt findenden Hanse Sail noch einmal einer Prüfung unterzogen. Grund dafür sind die Ereignisse der Massenpanik auf der Love Parade. Dabei stehen besonders die Tunnelzugänge im Blickpunkt – wo ich dann immer an die traurige Unterführung in Warnemünde zum Passagierkai denken muss.
Beide Ereignisse lassen sich des weiteren ja auch gut miteinander vergleichen. Sie sind beide hyperkommerziell, ziehen mehr Touristen als Einheimische an und waren mal besser als sie es heute sind. Mich persönlich stört an der Hanse Sail vor allem das ganze kommerzielle Drumherum – denn ich glaub kaum, dass Störtebecker früher mit dem Skoda zur Arbeit – auf See – gefahren ist. Und wenn wieder Leute an meine Fensterwand pissen – dann, ja dann weiss ich auch nicht was ich tue. Eventuell bitte ich um zusätzliche Dixieklos direkt im Hinterstrebegarten. Wobei mich mal interessieren würde, wieviel Urin 350.000 Besucher so am besucherstärksten Tag, dem Samstag, produrinieren. Nichtsdestotrotz werde ich auch wieder kurz am Mittwoch, also einen Tag vor Beginn, mal Eindrücke sammeln und sie hier in Form von Fotos posten. Wenn ich dann dran denke, was auch nicht immer sicher ist. Aufmucken?
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Schlagworte: 2010, Hanse Sail, kommerziell, Love Parade, Sicherheitskonzept, Störtebecker
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26. Juli 2010
Gestriges Wochenende startete für den FC Hansa Rostock die Spielzeit in der 3. Liga – auf die ich mich sehr freue, weil sie vielleicht am Ende mehr Spannung bringt als dieses Rumgegurke in der 2. Liga – wo man einfach nicht mehr Maß aller Dinge gewesen ist. Umso schader, schäder – sie wissen bestimmt – dass ich mir statt dem 3:0 im Ostseestadion gegen den VfR Aalen leider nur das 0:1 auf Arbeit geben konnte.
Auch eine Zusammenfassung im Fernsehen blieb mir irgendwie vergönnt, der Love Parade (Liebe kann so gemein sein) sei dank, so dass ich mir nur das Zusammengeschnipselte im Internet anschauen konnte. Mein Eindruck – das sieht doch alles ganz souverän aus, was die Hansakicker da veranstaltet haben. Doch auch hier kommt natürlich der Hochmut vor dem Fall – eine Niederlage auswärts gegen RW Erfurt und die alte Tristesse ist wieder da, wo sie nicht hingehört – in Rostock. Wir werden sehen – die neuen Spieler gefallen mir jedenfalls irgendwie – wahrscheinlich ist das die Hoffnung, die man generell in Neues steckt.
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Schlagworte: 3. Liga, Hansa Rostock, VfR Aalen
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25. Juli 2010
Da ist es kurz, das Fazit zur diesjährigen Tour de France. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich nur ganz wenig davon schauen konnte, da gewöhnliche Menschen zu gewöhnlichen Tageszeiten auch ganz normalen Dingen – wie beispielsweise der Arbeit, nachgehen müssen. Es sei dabei gesagt: auch das ist hier in MV nicht unbedingt a-typisch.
Dabei sei noch der Hinweis gegeben, ich mach´ das hier aus Zeitgründen ganz ohne bei Google Informationen einzuheimsen. Fest steht: Alberto Contador hat gewonnen, Andy Schleck ist der hübschere Fahrer und die Deutschen spielten insgesamt keine Rolle. Was schade ist, denn ich kann mich nur noch minder gut an die alten guten (doppelt guten quasi) Zeiten erinnern, als Jan Ullrich noch um den Gesamtsieg mitfuhr und der Radsport noch von Charakteren geprägt war. Dies ist alles nicht mehr der Fall. Doping hin oder her – ich habs genossen 97 als Ullrich auf Pantani seine 15 Minuten am Berg herausfuhr oder Armstrong Jahre später dem Ullrich dankte, als dieser nach einem Sturz (oder besser einem umgefahrenen Fan) auf ihn wartete. Alles vorbei. Mit anderen Worten – man verpasst beim Arbeiten nicht viel, ausser ein paar schöne Landschaftsaufnahmen (wovon Frankreich ja zu Hauf hat), wenn man es nicht live verfolgen kann.
Alles im allem geht mir dieses ganze Dopinggequatsche auch auf den Keks – bei Eurosport ist das ja alles noch zu ertragen, aber auf den Öffentlich-Rechtlichen geht es um kaum etwas anderes, wenn man mal die Zeit hatte hineinzuzappen. Man bekam ja schon fast das Gefühl, selber gleich ein wenig high zu werden – allein vom Zugucken. Was nicht so ganz abwegig ist, denn ohne tralala ist das Ganze wohl auch kaum mehr hinnehmbar. Bleibt zu hoffen, dass die Tour de France irgendwann mal wieder das wird, was sie sein sollte – Sport und Unterhaltung – Sportunterhaltung.
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Schlagworte: Aberto Contador, Andy Schleck, Armstrong, Doping, Eurosport, Jan Ullrich, Pantani, Tour de France 2010
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20. Juli 2010
Wie ich heute auf MVregio gelesen habe [und zwar hier], hat die Stadt Rostock einen Fotowettbewerb aus der Taufe gehoben. Jeder Hobbyfotograf soll seine schönste Ecke, Platz oder was auch immer in Form eines Negativs oder Digitalbildes zur Schau stellen. Dabei geht es um die Stadtteile Dierkow, Toitenwinkel, Schmarl und Groß Klein. Es war mir aus dem Beitrag nicht ganz ersichtlich, ob man auch in einem der betreffenden Wohnviertel gemeldet sein muß, was natürlich sehr schade wäre.
Allerdings auch kein Beinbruch, denn ich habe dafür gerade sowieso nicht so viel Zeit. Im Endeffekt würde ich mich sowieso nur für eine Blutlache auf einem Pflasterstein eines willkürlichen Samstags entscheiden, was ja eventuell auch nicht ganz im Sinne der Schirmherren ist. Allerdings kann ich mir bei der Menge an Fotografen auf dem Rostocker CSD durchaus vorstellen, dass eine solche Aktion Zuspruch finden kann. Es ist ja auch einmal ein bisschen was anderes als ein Mal- oder Kurzgeschichtenwettbewerb. Einsendeschluß ist dabei der 20.08.2010. Aber alle Details kann man sich ja auch dort auf MVregio durchlesen. Also: auf in die Natur, oder besser gesagt ins Ghetto. Uurks.
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Schlagworte: Fotowettbewerb, Rostock
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20. Juli 2010
Da guckt man die Tour de France die ganzen letzten Tage, opfert 5 Stunden seiner Zeit am Tag – und wenn am Port de Balès tatsächlich etwas passiert – also wenn Andy Schleck seine Kette abspringt und Menchov, Contador und Sanchez von dannen ziehen – ja ausgerechnet dann, dann ist man arbeiten. Sehr ärgerlich. Nun hoffe ich auf die Entscheidung heute – da habe ich nämlich frei – und immerhin stehen 2 Berge der HC-Kategorie an. Der Andy wird’s schon richten.
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Schlagworte: Andy Schleck, Contador, Kette, Menchov, Porte de Bales, Sanchez, Tour de France
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19. Juli 2010
Jedes Jahr aufs Neue begegnet man dem Rostocker CSD mit etwas Skepsis, kann aber gleichzeitig eine gewisse Vorfreude darauf auch nicht leugnen. So spaltet der CSD nicht nur die Szene selbst – sondern auch einen ganz persönlich.
Was mir dieses Mal sehr gut gefiel war die aus der Not heraus gefundene Örtlichkeit am Kröpeliner Tor (der bescheiden bekannte Töpfermarkt hatte sich auf dem Rathausmarkt früher angemeldet). Am Kröpeliner Tor herrscht wesentlich mehr Laufkundschaft und vor allem ist das Areal nicht so weitläufig wie der Rathausmarkt, wo das Straßenfest dann doch immer – aufgrund der Weite und Breite dessen – zu einer niedlichen Kundgebung verkam. Ein Hoch auf Zeiten, als alles noch am Brinck statt fand – das Kröpeliner Tor weckte diese alten Erinnerungen zumindest wieder ein wenig.
Doch vor dem Straßenfest ist bekanntlich der Umzug, die eigentliche Parade. Man kann davon halten, was man will. Die Menschen auf der Einkaufsstraße erreicht sie zumindest. Noch schöner wäre es allerdings gewesen, wenn neben dem an Ultramentalitäten erinnernden Fahnenträger auch eine Trommlergruppe die 13 Wagen begleitet hätte. Die fehlende Unterstützung einer solchen macht aus den 13 LKWs eben auch nur 13 LKWs – zugegeben mit lauter Musik und Menschen darauf – aber nicht mehr und nicht weniger. Auch fehlte mir abermals die politische Ausrichtung bei den meisten Fahrzeugen – aber vielleicht standen die ganzen Luftballons ja auch für die leeren Phrasen der Politik. Dann war es genial. Denken wir das Beste.
Vom eigentlichen Straßenfest kann ich nicht viel berichten, außer dass es war wie jedes Jahr. Die Ordensschwestern, André Schneider, Daphne und wie sie alle heißen – dazu etwas Musik (diesmal von Erlie Erl und Katie Marry), fertig ist das Straßenfest. Eine recht überflüssige CSD-Mister-Wahl und etwas ungünstig aufgebaute Sitzbänke, von denen die Bühne teilweise nicht einsehbar gewesen ist. Also alles in allem nichts Neues in Rostock. Schade eigentlich.
Man schaut ja auch manche politischen Debatten nicht, weil einen das Thema so gefällt – sondern weil die beteiligten Personen mit einem Enthusiasmus und einem Kampfeswillen erzählen, wo man noch das Wort Vision in den Mund nehmen darf. Vielleicht fehlen solche Leute in Rostock, vielleicht fehlen auch die Ideen – eventuell resignieren viele aber auch weil der CSD tatsächlich zu einer karnevalesken Parade sexueller Neigungen verkommt (der Hauptsponsor Dildoking ist da nur das geringste Übel), wie es jüngst von einem CDU-Politiker verlautet wurde.
Mein Respekt gilt natürlich trotzdem den Leuten, die sich jedes Jahr erneut für ein Gelingen des Rostocker CSDs einsetzen und aus den gegebenen Mitteln sicherlich das Optimum heraus holen. Dennoch würde ich mir wünschen, dass auch mal neue – den vorrangegangenen Jahren uninspirierte – Köpfe das Ruder übernehmen. Mehr Politik, weniger Show, neue Moderatoren – das alles sollte doch möglich sein und hat ja auch weniger mit Geld als mit Einsatz zu tun. Bei der Kritik am mangelnden Einsatzwillen nehme ich mich natürlich nicht aus – doch man muss ja auch mal meckern können ohne gleich alles selber besser zu machen.
Das Motto lautete übrigens „Kopf frei für Artikel 3“ – was ja am politischen Anspruch gewertet schon ein Schritt in die richtige Richtung ist, wenn man sich an einige Spruchbänder der Vergangenheit erinnert. Wünschenswert wäre es auch, wenn schon 3 Tanzveranstaltungen am Abend stattfinden, man eine Kombikarte einführt, mit der man dann zwischen den nah gelegenen Diskotheken wechseln kann ohne dort 8 Euro und woanders 10 Euro zu bezahlen – ich bin dank meiner mangelnden Entscheidungsfreude lieber gar nicht mehr ausgegangen.
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Schlagworte: CSD, Kröpeliner Tor, Politik, Rostock, Straßenfest, Umzug
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19. Juli 2010
Wer sich schon immer einmal über die Verstrickungen unseres Oberbürgermeisters Roland Methling in die Rotlichtszene hinein informieren möchte, der hat auf MVregio gerade die Gelegenheit dazu. In einem wie ich finde sehr interessanten Artikel kann man einen Einblick in das ganze Durcheinander um Artur und seinen Schwestern, René, Wolfgang und Roland werfen. Für Interesenten gehts hier lang. Es gibt Kurzgeschichten, die sind bei weitem nicht so spannend – dafür ist bei denen dann auch die Fiktion klarer. Aber letzten Endes soll sich jeder selbst entscheiden – wem er glaubt und wem nicht.
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Schlagworte: Artur, Roland Methtling, Rotlicht
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